Alle Artikel in: Film- & Foto-Events

York_Dalai_Lama-rs

100 Tage Tibet: Ein heiliges Land ohne Dalai Lama

Der Dalai Lama ist seit jeher eine Persönlichkeit, die Menschen weltweit inspiriert. Aber war euch bewusst, dass das einstige religiöse Oberhaupt der Tibeter seit über 50 Jahren im Exil in Indien lebt? Wer in seiner einstigen Heimat, dem Tibet, auch nur den Namen des Dalai Lamas erwähnt, wandert heute schnurstracks ins Gefängnis. Viele prachtvolle Tempel aus seiner Zeit vegetieren irgendwo verlassen vor sich hin und die intakten Gebetshäuser, die renoviert wurden, sind oftmals nicht mehr als Show. Sie werden in den Stadtgebieten sozusagen für Touristen „bespielt“. Die tibetischen Mönche, die man dort bei ihren Ritualen beobachten kann, werden von der chinesischen Regierung bezahlt. Nur vereinzelt gibt es noch „echte“ Mönche, die dort in ihren weinroten Kutten meditieren und diskutieren. Von Zeit zu Zeit zündet sich sogar einer von ihnen an, um ein Zeichen gegen die Unterdrückung zu setzen. Doch wenig bis gar nichts dringt davon an die internationale Presse, die im Tibet nicht berichten darf. Einer der dennoch hinter die Fassade des von China besetzten Landes geblickt hat, ist York Hovest. Ein nicht unbekannter deutscher …

Olympus-Playground-Night1

Olympus Playground

Ein Spielplatz ist ein Ort, an dem man andere Kinder kennenlernt und sich austoben kann. Man krallt sich einfach die coolste Schaufel und baut damit eine wunderschöne Sandburg. Genau das bloß für erwachsene Foto-Fans ist der Olympus Playground, der derzeit im Rahmen der Triennale der Photographie im Hamburger Oberhafenquartier aufgebaut ist. Zur Eröffnung des Experimentierfeldes in der Halle 2 in der Stockmeyerstraße 43 gab es am vergangenen Mittwoch kühle Drinks, entspannte Beats und professionelle Kameras. Auch ihr könnt euch bis zum 28.06. am Eingang einfach ein Modell leihen und damit in den industriellen Räumlichkeiten herumknipsen. Die SD-Karte gibt’s als Geschenk dazu. Nach dem Motto Night & Day hat Olympus zwei künstlerische Installationen aufgebaut, sodass ihr mit Licht und Raumwirkung spielen könnt. Ich mochte in diesem Zusammenhang besonders die Schwarz-Weiß-Funktion im Art-Modus meiner Kamera, die ursprünglich bunte Motive noch einmal ganz anders hervortreten lässt. Im Nachtraum des Playgrounds ist ein zeltartiges Haus aufgebaut, an dessen Wände verschiedene Lichtspiele projeziert werden. Ich habe einfach drauf los fotografiert, aber die Mitarbeiter von Olympus können euch dabei helfen, das Licht mit speziellen Einstellungen …

Triennale_der_Photographie_Balet_Strangers_in_the_light#1_2009

Triennale der Photographie 18.06.-28.06.

Wie cool wäre es eigentlich, wenn es Kameras gäbe, mit denen man in die Zukunft knipsen kann. Wie würde unsere Stadt aussehen und wie ein Selfie? Um die Zukunft der Fotografie geht es auf der Triennale, die Hamburg ab Donnerstag zehn Tage lang in einen Treffpunkt für internationale Fotofans verwandelt. Unter dem Motto „The day will come“ laufen Ausstellungen in diversen Museen und anderen Kulturinstitutionen, teilweise sogar noch über den Veranstaltungszeitraum hinaus. Insgesamt beteiligen sich rund 50 Locations. Die Triennale der Photographie präsentiert ganz unterschiedliche Bildtechniken und –stile – von historischen Aufnahmen bis hin zu digitalen Bildcollagen. Zum spannenden Begleitprogramm gehören Vorträge, Diskussionen, Filme, Projektionen, Workshops, Angebote für Kinder und Partys. Zum Beispiel die Night of Oberhafen am 19. Juni oder am 27. die DFA Party. Letztere findet im Containerdorf vor den Deichtorhallen statt, das Zentrum des ganzen Foto-Events. Hier könnt ihr euch Bilder von zehn europäische Fotofestivals und zehn Fotoschulen anschauen. Außerdem gibt es dort die Festival-Tickets, falls ihr nicht nur in einzelne Museen wollt. 60 Euro (ermäßigt 40) kostet der Sammel-Eintritt für zehn Ausstellungen wie …

Ocean-Film-Tour_Surffilm-1

Einfach Meer: Ocean Film Tour

Gehört ihr auch zu den Ocean Lovers? Ich glaube, uns Hamburgern liegt die Liebe zum Wasser irgendwie im Blut. Deshalb war die Hütte auch voll, als die International Ocean Film Tour diese Woche ins CinemaxX-Dammtor lockte. Coole Surferboys flimmerten ebenso über die Leinwand wie uncoole Haischlachter. Die Kurzfilmreihe hat eindrucksvoll gezeigt, wie mächtig und zugleich zerstörbar die großen Weltmeere sind. Werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf die vier Beiträge, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Die werden sicher auch euch beeindrucken! Attractive Distractions: Heiße Surferboys Warum der Eröffnungsbeitrag der Ocean Film Tour Attractive Distractions heißt, darf jeder für sich selbst interpretieren. Die Kamera nimmt uns mit an paradiesische Orte, an denen Profisurfer ihrer Leidenschaft nachgehen. „Es gibt viele Dinge, die sind größer als du, es kommt nur darauf an, wie du mit ihnen umgehst“, sagt eine Stimme aus dem Off. Im nächsten Moment streichelt ein knackiger Beachboy eine Riesenwelle von innen. So lässig, wie ein Typ, der sich gegen einen Kühlschrank lehnt, gleitet er durch den Tunnel aus wild schäumendem Nass. In Attractive Distractions geht es um Nervenkitzel, sportliches Geschick, …

Deichtorhallen Picassoausstellung Maurizio Cattelan

25 Jahre Deichtorhallen: Picasso & The New Social

Ich bin kein komplett kunstferner Mensch, aber wenn ich mir große Werke so anschaue, wünsche ich mir oft, dass mir der Künstler selbst den tieferen Sinn erklären könnte oder zumindest jemand, der sich mit seinem Schaffen auskennt. Wenn es um Malereien von Monet, Vermeer, Rembrandt und Co. geht, habe ich mittlerweile sogar häufig Déjà-vus. Deshalb renne ich auch nicht mehr in jedem Urlaub bei schönstem Wetter in die großen Galerien – so talentiert besagte Künstler auch waren. Spannend finde ich allerdings, wie sich zeitgenössische Künstler mit den großen Meistern auseinandersetzen. Gerade jemand wie Picasso, der seinerzeit ein Individualist und Vordenker war, ist da natürlich für Nachahmungen wie geschaffen. Welche Gestalt diese annehmen können, zeigen die Deichtorhallen zum 25-jährigen Bestehen. Happy Birthday an dieser Stelle an eine Institution, die für mich vor allem für tolle Fotoausstellungen steht und ohne die das Einfahren in den Hamburger Hauptbahhof einfach nicht dasselbe wäre. Am Sonntag gab es zum Jubiläum freien Eintritt und extra Programm. Picasso in der Kunst der Gegenwart Im frisch sanierten Deichtorhallen-Gebäude, dem mit 3.800 Quadratmetern größten europäischen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst, …

OpenShow-51

Open Show Hamburg N°5

In einer zur Abendzeit etwas dunklen Straße nahe des Hamburger Hauptbahnhofs biegen eine Freundin und ich am Donnerstag in einen kleinen Hinterhof ein. Wir sehen offenbar unsicher aus, „Wollt ihr zur Ausstellung?“, fragt der nette Türsteher mit den breiten Schultern. Er hat das Konzept des Foto-Events Open Show Hamburg wohl nicht so ganz verstanden. Nichtsdestotrotz treten wir in einen Raum, der für jegliche Kreative wie gemacht ist. Die Location Projekt/Loft.23 hat weiße, rauhe Wände und eine meterhohe Decke. Neben dem Eingang steht ein riesiges Regal, das mit bunten Büchern gefüllt ist. Irgendwo lehnt ein Fahrrad und es gibt eine kleine Sitzecke mit Sofas, in der es sich bequem machen kann, wer zwischendurch Rückenschmerzen bekommt. Schwarze Industrielampen baumeln über der Bar, über der es noch eine hochbett-ähnliche zweite Etage zu geben scheint. Doch die Stufen blockiert eine Anziehpuppe mit Kopfhörern. Sie blickt gespannt in Richtung Leinwand. Bei der Open Show geht es allerdings nie direkt los, ich glaube das gehört zum Konzept: erstmal ankommen, den Raum auf sich wirken lassen und mit interessanten Leuten ein Pläuschchen halten. Vier Euro für eine Weinschorle finde ich persönlich …

GEO1-Michael-Martin-Wuestenforscher

GEO-Reporter live erlebt

Ein GEO-Reporter ist irgendwas zwischen Fotograf, Journalist, Wissenschaftler, Extremsportler und Asket. So zumindest mein Eindruck nach dem ersten Vortrag der Veranstaltung „Abenteuer Erde – GEO-Reporter live erleben“. Das Event in der Laeiszhalle Hamburg, bei dem GEO-Mitarbeiter von ihren Reisen und Projekten berichten, eröffnet am Sonntagnachmittag Michael Martin. Man kann nicht anders als schmunzeln, als der gebürtige Bayer die Bühne betritt. Seine Rede beginnt er so schwungvoll, wie das halblange Haar in sein gebräuntes Gesicht fällt. Martin kennt jetzt alle Wüsten dieser Erde und kann deshalb Trocken- mit Polarwüsten vergleichen. Zehn Expeditionsreisen hat er für sein Projekt unternommen, die letzte endete am Samstag um 21:30 Uhr. Ein Mann, der alle Wüsten kennt Michael Martins Bilder sind wahnsinnig. Sie zeigen Sterndünen, Eislandschaften und Rentier-Eskimos. Außerdem ist fotografisch dokumentiert, wie der Reporter selbst mit dem Motorrad in Wüstenschnee stürzt. Ja, richtig mit dem Motorrad, bei fast Minus 40 Grad. Darauf muss man erstmal kommen! Zwar fährt der Anfang 50-Jährige mit beheizter Weste, Unterhose und beheizten Socken, aber so richtig Spaß machen die Bedingungen nicht. Deshalb hat Martins Ehefrau solche Aktionen in Zukunft auch verboten. Das wird ihn jedoch vermutlich …

Cap läuft | Instameet Hamburg | Fototour Hamburg

Instameet: Fototour mal anders

Was mag wohl ein Instameet sein? Ein Treffen von Leuten, die auf Instagram vertreten sind! Deshalb habe ich am Abend vor dem Wordwide Instameet Hamburg auch noch schnell einen Hambitious-Account auf dem Bilder-Portal angelegt. Gemeinsame Fototour, erst durch die HafenCity und dann in Kleingruppen durch weitere Viertel, lautete das Programm. Klingt nach einem spannenden Tag, an dem man Fotofans, Ästheten und digital Aktive kennenlernen kann, dachte ich. Und genau so war es auch: Am Samstagmorgen um kurz vor zehn, sehe ich eine Traube von etwa 200 Menschen vor den Stufen der Marco-Polo-Terassen stehen. Dicke graue Wolken hängen am Himmel, aber immerhin kommt nichts Nasses runter. Ich kenne Hamburg ja auch von seiner sonnigen Seite, doch einige Teilnehmer sind aus anderen Städten oder sogar aus dem Ausland angereist. Die Stimmung lässt sich hier zum Glück niemand durch das melancholische Wetter vermiesen. Die Event-Organisatoren von der Plattform We love Hamburg (#welovehh) reichen uns Umhängeschilder mit verschiedenfarbigen Bändern. So weiß ich gleich, mit wem ich am Nachmittag zusammen weiterlaufen werde. Ein paar Aufkleber und eine Wertmarke für die …

European Outdoor Film Tour: Krankletterer Don't look down © Firecracker Films Don't look down © Firecracker Films

European Outdoor Film Tour 14/15

James Kingston ist süchtig nach Angst. Oder besser danach, diese auszuschalten. Er findet nichts Falsches daran, an einem Arm von einem Kran in 530 Metern Höhe zu hängen. Erst als er auf der Moscow Bridge in der Ukraine – natürlich ungesichert – einen Rückwärtssalto versucht, rutscht auch dem 23-jährigen Engländer das Herz in die Hose. Und mit ihm allen Zuschauern, die gestern Abend im CinemaxX-Dammtor saßen, um sich die Beiträge der European Outdoor Film Tour 14/15 zu Gemüte führen. Mein Fazit der Veranstaltung: Manche Beiträge waren interessant und spannend, vor allem die Geschichte der Extremsportler dahinter. Andere blieben an der Oberfläche und erinnerten ein wenig an einen Werbespot. Vielleicht sollte man sich auch schämen, dass man als Zuschauer gleich an Coca Cola denkt, nur weil man Schnee in Kombination mit etwas stark Beleuchtetem sieht. Aber so ist es nun mal, wenn zwei Ski-Profis in lichterbesetzten Anzügen eine Tiefschnee-Piste heruntersausen und laute Musik dazu ihren Rausch symbolisieren soll. James Kingston, der eingangs erwähnte Krankletterer ist im Prinzip ein kranker junger Mann. Ein Schulabbrecher, der sich einst …

Open Show Hamburg

Open Show Hamburg: Mehr als nur Gucken

Wusstet ihr, dass irgendwo in der Schanze mal ein freischwebendes Klo stand? Oder warum die Schnitte bei St. Pauli-TV-Übertragungen früher immer so schnell gesetzt wurden? Wie sieht das perfekte Porträt einer Frau aus und warum gibt es in San Francisco so viele Obdachlose in Rollstühlen? All diese Fragen sind gestern bei der vierten Veranstaltung der Reihe Open Show Hamburg geklärt worden. Und zwar im hippen Möbelhaus-Loft Stilwerk am Hamburger Fischmarkt. Stilwerk gleich stilvoll. Schließlich richtet sich das Event-Format an (Hobby-)Fotografen, Bilderfans und sonstige Ästheten. Zu tollen Fotos gibt’s spannende Geschichten, erzählt von den Künstlern selbst. Das klassische Galerieformat wird dadurch aufgebrochen. Gerade das Feedback von „der Straße“ (den fachfremden Zuschauern) ist ausdrücklich erwünscht, ebenso wie passende Anekdoten. Zeit für Nostalgie Bei der Open Show am vergangenen Donnerstag meldet sich ein Kollege der Fotografen Susanne Katzenberg und Olaf Tamm, der genau wie die beiden viel im alten Milllerntor-Stadion geknipst hat. Es sei wirklich gefährlich gewesen auf dem Dach für Kameraleute und Fotografen, sagt der Mann aus dem Publikum. Immer wenn der Jubel losging, habe das Wellblech gewackelt, was …