Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tolle Städte

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Toulouse: Airbus? Nicht nur!

Als ich unterschiedlichen Leuten erzählt habe, dass ich nach Toulouse in Südfrankreich fliege, kam häufig dieselbe Reaktion: „Airbus?“ Aber was genau ist mit dieser Frage eigentlich gemeint? Ob ich für Airbus arbeite, ob ich ein Vorstellungsgespräch habe oder mir das Flugzeugwerk anschauen möchte? Vielleicht ging es meinem Gegenüber auch einfach nur darum, mit Wissen zu punkten. Nach dem Motto: Ich weiß was über Toulouse, da sitzt doch der mächtige Flugzeugbauer! „Ich besuche eine Freundin“, war meine schlichte Antwort auf besagte Frage. Ok, sie arbeitet als Freiberuflerin unter anderem für Airbus, aber Toulouse ist auch einfach so eine Reise wert! Immerhin sprechen wir von der viertgrößten Metropole Frankreichs, eine einst wichtige Stadt des römischen Reichs. La ville rose wird Toulouse auch genannt, weil große Teile der Gebäude aus rosa-rotem Backstein gebaut sind. Die Häuser verleihen der Stadt ein mediterranes, historisches Flair. Wunderschön ist beispielsweise das Rathaus mit seinem sehenswerten Innenhof. „Seit dem Attentat auf Charlie Hebdo kommt man hier nicht durch“, sagt der Wachmann am Eingang. „Wirklich nicht? Aber der Gang ist so schön!“, sagt meine Freundin mit …

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11 Tipps für Dresden Neustadt

Ich war ja neulich in Dresden, ein super Ziel für einen Citytrip! Reisende zieht vor allem die historische Altstadt mit ihren beeindruckenden Barockbauten an. In der Neustadt hingegen weht ein moderner Wind. Hier wohnen die Studenten, die auf hippe Klamotten- und Einrichtungsläden stehen. Auch wer individuelle Cafés, Bars und Restaurants sucht, ist auf der nördlichen Seite der Elbe richtig. Hier kommen meine 11 Tipps für Dresden abseits von „Disneyland“, so nennen die Einheimischen den touristisch erschlossenen Stadtkern manchmal liebevoll. 1) Frühstück in der Scheune Der perfekte Tag in der Dresdner Neustadt beginnt mit einem ausgiebigen Brunch der Scheune. Das ehemalige Jugendclubhaus aus den 50er Jahren hat in Dresden Kult-Status. Ein langes Buffet hält im Scheunecafé kalte und warme, herzhafte sowie süße Speisen bereit. Neben den Frühstücks-Standards sind mir besonders die indisch gewürzten Gerichte, die knuffigen Mini-Haxen und köstlichen Mini-Joghurtspeisen in Erinnerung geblieben. Kostenpunkt: 13,80 Euro (exklusive Getränke), wenn man mindestens am Tag vorher reserviert. Mit einer größeren Gruppe ist deutlich mehr Vorlauf ratsam, um in urig-kreativem Ambiente zu Brunchen. In der Scheune kann man übrigens auch Tatort gucken, Konzerten lauschen und vieles mehr. Alaunstraße 36-40 …

Frauenkirche Dresden

Dresden: Geschichte vom Feinsten

Es mag komisch klingen, aber Dresden ist eine der wenigen anderen Städte in Deutschland, die mich schon immer interessiert haben. Mit Dresden und mir ist es so wie mit einem Film, von dem ich wusste, dass er gut ist, obwohl ich noch nicht einmal den Trailer gesehen habe. Ich hatte nie eine genaue Vorstellung von der sächsischen Metropole. Über Ostern war es dann endlich soweit. Relativ spontan habe ich der Deutschen Bahn zwei Fahrkarten für die letzten beiden Verbindungen mit Spartarif (29 Euro pro Strecke) abgewonnen, um gemeinsam mit meiner Mutter die freien Familientage mal anders zu verbringen. Die gemütliche Wohnung eines jungen Dresdners, bei dem wir über Airbnb zwei Zimmer gebucht haben, ist der beste Ausgangspunkt für ausgiebige Entdeckungstouren. Der Blick streift vom Frühstücksbrötchen über den Platz der Weißen Gasse, wo sich auf 100 Metern 20 Restaurants und Cafés aneinanderreihen. Mitten im Herzen der Dresdner Altstadt können wir aus dem Schlafzimmer die Kreuzkirche und aus der Küche die Spitze der Frauenkirche sehen. Frauenkirche, Zwinger und Co. In ein ein paar Gehminuten sind wir auch schon auf dem Platz, auf dem der Sakralbau aus leuchtendem …

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Brisbane II: Park & Nacht

Eigentlich hatte ich geplant, von meiner ersten Australien-Station aus mit einem Inlandsflieger etwas weiter in den Norden nach Townsville zu düsen, um dann auf dem Rückweg noch einmal bei meinem Freund Tudor in Brisbane vorbeizuschauen. Jetzt aber würde ich dafür nicht mehr meine Hand ins Feuer legen. Oder vielleicht nur für eine Nacht vorbeischauen. Denn es gibt so viel zu sehen, zu entdecken und zu unternehmen an der australischen Ostküste, dass es fast falsch erscheint, wiederholt einen längeren City-Stopp in Queensland zu machen. Trotzdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass Brisbane eine angenehme Stadt ist, in der man ohne Probleme leben könnte, auch wenn sie nicht direkt am Meer liegt, man also bis zum echten Strand erst noch mit dem Auto oder Zug fahren muss. Bei Backpackern hat Brisbane offensichtlich nicht so einen guten Ruf, manche behaupten sogar, man könne einfach auf einen Halt dort verzichten – es sei denn, einem sei nach einem Einkaufstag zumute. Dem möchte ich widersprechen. Denn auch in Brisbane kann man etwas erleben! So fahren die roten Fähren ganz umsonst von …

Brisbane Riesenrad

Australien First Steps: Brisbane

Die drittgrößte Stadt Australiens begrüßt mich freundlich. Durch einen Park, in dem eine Gruppe End-Zwanziger Gymnastik macht, geht’s vom Appartement meiner Gastgeber zum Brisbane River. Städte brauchen Wasser, der Meinung war ich schon immer – meine Theorie bestätigt sich hier am anderen Ende der Welt erneut. Ein Riesenrad ragt am Flussufer in den Himmel, an dessen Fuß sich pinke Blümchen um Torbogen aus Eisen schlängeln. Ein ganzer Gang dieser Arkaden zieht sich durch den Park des sogenannten West Ends. Die Konstruktion wird von Einheimischen als „Die Dinosaurierknochen“ bezeichnet. Am Flussufer entdecke ich auch gleich eine Gemeinsamkeit mit meiner Heimatstadt Hamburg: Im Kulturzentrum QPAC (Queensland Performing Art Centre) wird gerade „König der Löwen“ aufgeführt. Außerdem amüsieren mich die Schulklassen, die in Trauben im Schatten von Bäumen an der Promenade stehen. In ihren Schuluniformen sehen sie aus wie aus der Kolonialzeit – mit ihren Faltenröckchen, den mintgrünen Hemden, bestickten Kragen und etwas zu langen Krawatten. Manche tragen den typisch australischen „Akura“-Hut, der mich irgendwie an Crocodile Dundee erinnert. Paul Hogan (in der Rolle des Abenteurers aus dem Busch) war hierzulande übrigens schon lange vor …