Autor: Natalie

Kathrin Weßling: Morgen ist es vorbei

„Morgen ist es vorbei“ – Liebeskummer ade

Ich habe neulich eine wunderbare Geschichte über Kathrin Weßling, Social-Media-Redakteurin aus Hamburg, gelesen. Sie hat nach dem Attentat am Brüsseler Flughafen den Hashtag #AufdieLiebe in Umlauf gebracht. Der Twitter-Gemeinde prostete sie mit einem Glas Vodka zu und schrieb: „Auf die Liebe, sich zuhören, sich & andere respektieren, ehrlich sein, heulen, schreien, auf über alles reden und trinken, auf küssen und Konfetti, auf das Leben und die Freiheit.“ Binnen Kürze prostete die ganze Welt zurück – als Zeichen gegen Hass und Angst. Einfach toll! Doch Kathrin Weßling, die einst zu den Redaktionsköpfen von Mit Vergnügen Hamburg gehörte und heute vor allem für den Spiegel an der Social-Media-Front kämpft, schreibt nicht nur (gelegentlich) über die Liebe, sondern auch den damit verbundene Schmerz. Für diejenigen unter euch, die sich gerne auf literarisch wertvolle Weise mit dem Thema Liebekummer auseinandersetzen möchten, kommt hier ein Buchtipp zum Start in die wärmere Jahreszeit: „Morgen ist es vorbei“, heißt die Kurzgeschichten-Sammlung von Kathrin Weßling. Erschienen im August 2015. Als ich letzten Herbst von Kathrins Weßlings Lesung zu dem Buch aus dem Hamburger …

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Affordable Art Hamburg 2015 (19. – 22.11.)

Es gibt sie die Kunst, die jung und wild ist. Mit der jeder meiner Generation irgendetwas anfangen kann. Bei der Malerei auf Fotografie und Street Art auf Gegenständliches trifft. Eine große Vielfalt dieser modernen Kunst zeigt an diesem Wochenende die „Affordable Art“ in Hamburg, eine Messe, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann! Noch bis Sonntag (22.11.) könnt ihr euch in den Messehallen inspirieren lassen und bekommt vielleicht, wie ich, gleich Lust selbst ein Künstler zu sein. Das Tollste: Rein theoretisch kann man sich die ausgestellten Werke sogar leisten. Zur Sofortmitnahme steht bezahlbare Kunst zwischen 100 und maximal 7.500 Euro bereit. Etwas neidisch habe ich all diejenigen am Mittwoch bei der Vernissage beobachtet, die mit stolzer Brust eines der in Rosa Polsterfolie eingewickelten Pakete aus den Messehallen schleppten. Aber alles kann, nichts muss! Denn einfach nur gucken, ist bei der Affordable Art mindestens genauso schön wie kaufen. Aufregende Farben ziehen die Aufmerksamkeit auf sich oder ihr lasst euch von faszinierenden Schwarz-Weiß-Kontrasten beeindrucken. Hier entsteht ein Bild aus den Stücken eines Maßstabs, dort fliegt ein Vogel, der …

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100 Tage Tibet: Ein heiliges Land ohne Dalai Lama

Der Dalai Lama ist seit jeher eine Persönlichkeit, die Menschen weltweit inspiriert. Aber war euch bewusst, dass das einstige religiöse Oberhaupt der Tibeter seit über 50 Jahren im Exil in Indien lebt? Wer in seiner einstigen Heimat, dem Tibet, auch nur den Namen des Dalai Lamas erwähnt, wandert heute schnurstracks ins Gefängnis. Viele prachtvolle Tempel aus seiner Zeit vegetieren irgendwo verlassen vor sich hin und die intakten Gebetshäuser, die renoviert wurden, sind oftmals nicht mehr als Show. Sie werden in den Stadtgebieten sozusagen für Touristen „bespielt“. Die tibetischen Mönche, die man dort bei ihren Ritualen beobachten kann, werden von der chinesischen Regierung bezahlt. Nur vereinzelt gibt es noch „echte“ Mönche, die dort in ihren weinroten Kutten meditieren und diskutieren. Von Zeit zu Zeit zündet sich sogar einer von ihnen an, um ein Zeichen gegen die Unterdrückung zu setzen. Doch wenig bis gar nichts dringt davon an die internationale Presse, die im Tibet nicht berichten darf. Einer der dennoch hinter die Fassade des von China besetzten Landes geblickt hat, ist York Hovest. Ein nicht unbekannter deutscher …

Linda Salicka

Pecha Kucha Night: Das Leben, die Liebe und der Schluss

Ich war sehr überrascht, als ich auf Facebook gelesen habe, dass die Pecha Kucha Night Hamburg #10 die letzte in der Hansestadt sein sollte. Diese tolle Veranstaltung, bei der Kreative in je 20 Bildern mal 20 Sekunden erzählen, was oder welches Projekt sie bewegt. Aber irgendetwas hat mir gesagt, dass ich mal abwarten und nicht voreilig irritiert sein sollte. Also habe ich mich mit dem Es-echt-schade-Finden zurück gehalten. „Wir müssen reden Klaus Maria“, sagt Linda Salicka am Donnerstagabend. Es ist nicht ganz klar, wen oder was sie damit meint. Anstatt auf der Uebel&Gefährlich-Bühne den ersten Vortragenden anzukündigen, redet die Veranstalterin einfach selbst und meint es richtig ernst. Sie spricht von Trennung, Körperfülle, Geld und dass es einfach nicht so weiter gehen kann. Jetzt ist klar, es geht um die  Pecha Kucha Night Hamburg, die so leider nicht fortgeführt werden kann. Zu gewaltig ist der Aufwand, zu klein das Budget und ein reines Kommerz-Event soll aus dem netten Story-Telling auch nicht werden. Deshalb hat sich Linda direkt etwas Neues überlegt: OFF THE RECORD soll die neue …

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St. Peter Ording: Zur Kite WM und überhaupt

Also St. Peter Ording kann man machen. Wirklich! Für ein Wochenende oder auch als Tagesausflug. Wir haben zu einer frühen Morgenzeit am letzten Wochenende keine zwei Stunden von Hamburg aus gebraucht. Und das obwohl scheinbar alle Welt zur Kite WM fahren wollte, so schien es mir vom Hören-Sagen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal in St. Peter gewesen bin, es könnte in den 90ern gewesen sein, während im Radio Coco Jambo lief. Ich hatte den Wahnsinnsstrand jedenfalls nicht mehr so beeindruckend in Erinnerung. Endlose Weiten von pudrigem Sand, der gen Horizont etwas dunkler und fester wird. Und weil sich selbst große Menschenmassen so gut verteilen, ist es ganz leise, egal, wo man sein Lager aufschlägt. Je länger wir am vergangenen Samstag in der Sonne brutzeln, je mehr bunte Strandmuscheln ploppen aus dem Boden. Irgendwann liegen wir nicht mehr in dritter, sondern in achter Reihe und fühlen uns dabei trotzdem total privat. Leise Beats schleichen sich vom nahegelegenen Festivalgelände an unsere Ohren. Dort, wo es Snacks wie holländische Pommes, italienische Pizza oder mexikanische Burritos gibt. …

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Toulouse: Airbus? Nicht nur!

Als ich unterschiedlichen Leuten erzählt habe, dass ich nach Toulouse in Südfrankreich fliege, kam häufig dieselbe Reaktion: „Airbus?“ Aber was genau ist mit dieser Frage eigentlich gemeint? Ob ich für Airbus arbeite, ob ich ein Vorstellungsgespräch habe oder mir das Flugzeugwerk anschauen möchte? Vielleicht ging es meinem Gegenüber auch einfach nur darum, mit Wissen zu punkten. Nach dem Motto: Ich weiß was über Toulouse, da sitzt doch der mächtige Flugzeugbauer! „Ich besuche eine Freundin“, war meine schlichte Antwort auf besagte Frage. Ok, sie arbeitet als Freiberuflerin unter anderem für Airbus, aber Toulouse ist auch einfach so eine Reise wert! Immerhin sprechen wir von der viertgrößten Metropole Frankreichs, eine einst wichtige Stadt des römischen Reichs. La ville rose wird Toulouse auch genannt, weil große Teile der Gebäude aus rosa-rotem Backstein gebaut sind. Die Häuser verleihen der Stadt ein mediterranes, historisches Flair. Wunderschön ist beispielsweise das Rathaus mit seinem sehenswerten Innenhof. „Seit dem Attentat auf Charlie Hebdo kommt man hier nicht durch“, sagt der Wachmann am Eingang. „Wirklich nicht? Aber der Gang ist so schön!“, sagt meine Freundin mit …

Heißes Wochenende, Hafen Hamburg, Speicherstadt

6 Tipps für’s heiße Wochenende

Kaum ist es bei uns mal schön warm, da stöhnen die ersten schon wieder. Aber wir sind ja nicht bei den Amis, wo man sich bei Hitze gleich in  die Shoppingmall verkrümelt. Hier kommen ein paar coole Tipps für euer heißes Wochenende: Musik im Freien Ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber ich liebe es, Open Air Konzerten zu lauschen oder unter freiem Himmel zu tanzen. Auf dem Lattenplatz vor dem Knust in der Schanze wird heute, am Freitag (03.07.), zur Heartphones Open Air Kopfhörerparty gebeten. Eiscreme und Seifenblasen gibt’s in der Freilichtdisko auch. Musik von Jazz bis Klassik erwartet euch außerdem noch bis Sonntag am Jungfernstieg bei „Hamburg Spielt auf“. Eine Mini-Reise nach Lüneburg ist am Freitag der Auftritt der Soul-Band nite club in „Schröder’s Garten“ wert. Schwimmen im Freibad oder am See Wart ihr dieses Jahr schon draußen Schwimmen? Morgen ist perfektes Wetter für einen Besuch im Freibad oder am See! Bei 37 Grad könnt ihr euch zum Beispiel im Strandbad Ostende in Tonndorf (s. Bild) oder am See Hinterm Horn nahe der …

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Zum Nachdenken: Pecha Kucha

„Ich suche nicht die, die unbedingt auf der Bühne stehen wollen. Ich suche Menschen, die etwas Besonderes machen, und das sind oft die Schüchternen“, erklärt Linda Salicka all denen, die am Mittwoch zum ersten Mal bei einer Pecha Kucha Night waren. Elf Presenter haben sich in 20 Bildern mal 20 Sekunden, diesmal im Uebel & Gefährlich, vorgestellt. Weniger gemütlich als beim letzten Mal, als ich eine Pecha Kucha Show im Imperial Theater gesehen habe, aber dafür gab’s Platz für mehr Gäste. Wer erst unglücklich über einen Platz in den hinteren Reihen auf Bierbänken war, hat erfreut festgestellt, dass die Inspiriertheit der Vortragenden trotzdem so weit reicht. Diesmal gab es neben netten Geschichten auch einige ernste Themen zum Nachdenken. Insbesondere Nummer 5, 7 und 8: 1) Nach San Francisco ziehen Der erste, der am Mittwoch aus dem Halbdunkeln der Bühne spricht, ist Michael Osei-Ampadu. Lässig erzählt der Fotograf, wie ihm als Norddeutschem die nebelschwangere Luft San Franciscos geschmeckt hat. Eine Stadt, in der Armut und Reichtum nah beieinander liegen, eine künstlerische Metropole, in der jeder alles machen darf und alles sein kann. Warum Michael nicht dort geblieben …

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Olympus Playground

Ein Spielplatz ist ein Ort, an dem man andere Kinder kennenlernt und sich austoben kann. Man krallt sich einfach die coolste Schaufel und baut damit eine wunderschöne Sandburg. Genau das bloß für erwachsene Foto-Fans ist der Olympus Playground, der derzeit im Rahmen der Triennale der Photographie im Hamburger Oberhafenquartier aufgebaut ist. Zur Eröffnung des Experimentierfeldes in der Halle 2 in der Stockmeyerstraße 43 gab es am vergangenen Mittwoch kühle Drinks, entspannte Beats und professionelle Kameras. Auch ihr könnt euch bis zum 28.06. am Eingang einfach ein Modell leihen und damit in den industriellen Räumlichkeiten herumknipsen. Die SD-Karte gibt’s als Geschenk dazu. Nach dem Motto Night & Day hat Olympus zwei künstlerische Installationen aufgebaut, sodass ihr mit Licht und Raumwirkung spielen könnt. Ich mochte in diesem Zusammenhang besonders die Schwarz-Weiß-Funktion im Art-Modus meiner Kamera, die ursprünglich bunte Motive noch einmal ganz anders hervortreten lässt. Im Nachtraum des Playgrounds ist ein zeltartiges Haus aufgebaut, an dessen Wände verschiedene Lichtspiele projeziert werden. Ich habe einfach drauf los fotografiert, aber die Mitarbeiter von Olympus können euch dabei helfen, das Licht mit speziellen Einstellungen …

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Triennale der Photographie 18.06.-28.06.

Wie cool wäre es eigentlich, wenn es Kameras gäbe, mit denen man in die Zukunft knipsen kann. Wie würde unsere Stadt aussehen und wie ein Selfie? Um die Zukunft der Fotografie geht es auf der Triennale, die Hamburg ab Donnerstag zehn Tage lang in einen Treffpunkt für internationale Fotofans verwandelt. Unter dem Motto „The day will come“ laufen Ausstellungen in diversen Museen und anderen Kulturinstitutionen, teilweise sogar noch über den Veranstaltungszeitraum hinaus. Insgesamt beteiligen sich rund 50 Locations. Die Triennale der Photographie präsentiert ganz unterschiedliche Bildtechniken und –stile – von historischen Aufnahmen bis hin zu digitalen Bildcollagen. Zum spannenden Begleitprogramm gehören Vorträge, Diskussionen, Filme, Projektionen, Workshops, Angebote für Kinder und Partys. Zum Beispiel die Night of Oberhafen am 19. Juni oder am 27. die DFA Party. Letztere findet im Containerdorf vor den Deichtorhallen statt, das Zentrum des ganzen Foto-Events. Hier könnt ihr euch Bilder von zehn europäische Fotofestivals und zehn Fotoschulen anschauen. Außerdem gibt es dort die Festival-Tickets, falls ihr nicht nur in einzelne Museen wollt. 60 Euro (ermäßigt 40) kostet der Sammel-Eintritt für zehn Ausstellungen wie …